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Welche Bedeutung Kunst für einen Depressiven hat

Meine Kunstmalerei:


Seit meiner Kindheit habe ich meine Gefühle in Bildern ausgedrückt, bevor ich reden und mich ausdrücken konnte. Manchmal ersetzten die Bilder meine Sprachlosigkeit und sie drückten mein seelisches Empfinden dadurch aus, dass ich in dunkler Farbe malte. Die Landschaftsbilder vermittelten eine depressives Stimmungsbild, die Wolken und der Himmel waren grau, die Farbenfreude fehlte.
Heute will ich meine Bilder mit mehr Farbenfreude ausdrücken, um an meinen positiven Kern heranzukommen.
Die Kunst braucht nicht tausend Worte, sie kann alles in einfachen Strichen und mit Farbe ausdrücken.
Die Kunst kann ähnlich wie Antidepressivas therapieren, sie kann das Dunkel der Seele mit schönen Farben übermalen und neue schöpferische Lebenskräfte und Impulse auslösen.
Als ich in der Tagesklinik malte, habe ich wieder den guten hellen Kern in mir gespürt und meine kreative Lebensfreude intuitiv, ohne viel nachdenken auf's Papier gebracht.
Kinder malen auch oft so, nur manche Erwachsenen bezeichnen diese Kunst als Kinderkacke, als ob Kinder keine Ahnung von Formen und Farben hätten. 
Aber im Gegensatz zu Erwachsenen achten sie nicht, ob sie Kinderkacke malen, sondern folgen ihrem Herzen.
Kunst sollte immer befreien, die Seele vom Dreck befreien und den Menschen in einen ausgeglichenen meditativen Prozess verwandeln.
Kunst hat immer die Aufgabe was neues zu erschaffen und die Welt zu verändern.

By Roman K





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Augenblicke( ), 20.04.2009 um 07:18 (UTC):
Meine Depression drücke ich in und mit Musik aus.
Ich lasse Lieder spielen, die mehr sagen als Worte.
Auch wenn ich manche Sprachen nicht verstehe, so ist es doch der TON, der Klang der Stimme ....
Ich bin froh Deine Seite gefunden zu haben. Ich erkenne grosse Stücke von mir selbst hier wieder.
Zur Zeit geht mir nicht mal das Schreiben gut von der Hand

Kommentar von jana( ), 01.08.2010 um 16:56 (UTC):
"Die Kunst ist Vermittlerin des Unaussprechlichen."
Malen, Zeichnen, Modellieren... das alles ist so ein wichtiger Teil meines Lebens. Kunst kann man tief drinnen spüren... diese Wirkung kann kein Medikament der Welt erzielen.
Wie "Augenblicke" schon schrieb... auch die Musik gehört dazu. Bei mir auch.

Kommentar von Barbara( amapranabluewin.ch ), 17.08.2010 um 02:10 (UTC):
Ich liebe es sehr, graphisch und schreiberisch tätig zu sein. Was aber, wenn die Depression so tief ist, dass man völlig blockiert ist um sich so ein wenig Erleichterung zu verschaffen?

Kommentar von Lovelysoul( a.bullerjahnweb.de ), 29.07.2011 um 18:45 (UTC):
Barbara, genau diese Frage stelle ich mir auch immer wieder. Ich konnte mal sehr gut Gedichte schreiben, seit Jahren gelingt mir dies schon nicht mehr. Mir kommt es so vor, als würde ich alle lieben Worte, die man für ein Gedicht brauch, nicht mehr kennen. Musik höre ich mir gern mal an, nur hilft sie mir schon nicht mehr. Ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen. Zeichnen konnte ich auch mal ganz gut, auch da schein ich irgendwie eine Blockade zu haben.



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